19. WoPoKo - Wohnraum schaffen im Bestand: Potentiale, Strategien und Herausforderungen
- WoPoKo

Das Wohnungspolitische Kolloquium 2026 fand am 17. Juni 2026 an der TU Dortmund statt. Mit der 19. Ausgabe des Kolloquiums wurde die langjährige Kooperation zwischen der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund, vertreten durch das Fachgebiet Stadt- und Regionalsoziologie, und der NRW.BANK erfolgreich fortgesetzt.
Im Rahmen der Veranstaltung zu den Potenzialen, Strategien und Herausforderungen der Bestands- und Innenentwicklung wurde das Thema aus wissenschaftlicher, kommunaler und zivilgesellschaftlicher Perspektive analysiert und diskutiert. Diese mehrdimensionale Sichtweise wurde bewusst gewählt, da es sich bei der Bestandsentwicklung um einen Transformationsprozess handelt, der viele gesellschaftliche Bereiche berührt und nur durch eine ganzheitliche Betrachtung nachhaltig und sozialverträglich umgesetzt werden kann. Mehr als 120 Expert:innen aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Wohnungswirtschaft und zahlreichen weiteren Institutionen fanden den Weg in den Rudolf Chaudoire-Pavillon der TU Dortmund. Auch Studierende zeigten ein reges Interesse am Thema.
Die Veranstaltung gliederte sich in zwei komplementäre Blöcke. Der erste Beitrag legte die wissenschaftlichen Grundlagen, während die darauffolgenden Beiträge die Praxisperspektive der konkreten Umsetzung der Bestands- und Innenentwicklung betonten. Dabei wurden nicht nur Best Practice-Beispiele präsentiert, sondern anhand eines Beispiels auch die lehrreichen Gründe des Scheiterns eines zunächst sehr vielversprechenden Baugruppenprojekts dargestellt. Auch die Umnutzung ehemaliger „dritter Orte“ – im konkreten Beispiel Kirchen – in Wohnraum wurde aus baukultureller, stadt- und wohnungspolitischer Perspektive anschaulich vermittelt und lebhaft diskutiert.
Die einzelnen Beiträge verknüpften die verschiedenen Aspekte der Bestandsentwicklung auf hervorragende Weise, sodass eine thematisch sehr „runde“ Veranstaltung entstand. Die hohe Komplexität des Themas der Bestands- und Innenentwicklung, dass keine einfachen Antworten kennt und den konkreten Rahmenbedingungen vor Ort unterliegt, wurde schnell deutlich.
Im Verlauf des Kolloquiums wurde zudem klar, dass der durch die Bestandsentwicklung in den Quartieren angestoßene Transformationsprozess die gesellschaftlichen Akteure im Bereich Wohnen und Stadtentwicklung noch viele Jahre intensiv beschäftigen wird. Das Wohnungspolitische Kolloquium der NRW.BANK und der Fakultät Raumplanung wird dieses Thema sicherlich auch in den kommenden Jahren erneut aufgreifen und den aktuellen Stand der Bestands- und Innenentwicklung in den Städten und Quartieren zur Diskussion stellen.
Kontakt:
Prof. Dr. Susanne Frank, Cornelia Roboger (Fakultät Raumplanung)
Dr. Thorsten Heitkamp, NRW.BANK (thorsten.heitkamp@nrwbank.de)



